SGLT-Hemmer sind Medikamente zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2. Es handelt sich um eine neue Wirkstoffklasse. Diese Präparate sind bisher noch nicht zugelassen, befinden sich aber schon in der klinischen Erprobung.
Diese Medikamente hemmen den renalen natriumabhängigen Glukosetransporter Typ 2 (SGLT-2) in den Nierentubuli. Die Funktion der SGLT-2-Hemmer beruht darauf, dass sie die konzentrationsabhängige urinäre Ausscheidung von Glukose fördern. Dies führt sowohl zu einer Senkung des Blutzuckers als auch zu einem direkten Abtransport von Kalorien aus dem Körper. Jedoch wird keine Hypoglykämie verursacht.
Diese Medikamente werden oral eingenommen, ein- oder zweimal täglich und werden vermutlich sowohl als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antidiabetika eingesetzt werden können. Bisher sind keine signifikanten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Sie können den Blutzuckerspiegel sofort nach Verabreichung der ersten Dosis senken.
Der Mechanismus, durch den diese Präparate den Blutzucker senken, ist unabhängig von Insulinwirkung und –ausschüttung. Sie können den Blutzucker in allen Diabetesstadien senken, unabhängig von einer Insulinresistenz oder einer mangelnden Insulinproduktion durch die Betazellen der Bauchspeicheldrüse.
Die SGLT-2-Hemmer verursachen vermutlich kein Ungleichgewicht im Wasser- oder Elektrolythaushalt und keine erhöhte Häufigkeit von Harnwegsinfektionen. |