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Dienstag, 7. Februar 2012
 
 
Diabetes Informationen


Pioglitazon verhindert kardiovaskuläre Ereignisse

Bei Patienten mit Typ 2-Diabetes und hohem kardiovaskulären Risiko reduziert der Insulinsensitizer Pioglitazon das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse. Der Unterschied für den kombinierten sekundären Endpunkt aus Gesamtmortalität, Myokardinfarkt und Apoplex ist in PROactive signifikant.

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Niereninsuffizienz bei Typ 1-Diabetes

Die Häufigkeit einer terminalen Niereninsuffizienz beträgt nach 30 Jahren Diabetes-Dauer 7,8%. Als Ursache für das niedrige Risiko von Typ 1-Diabetikern mit einer Manifestationsalter unter 5 Jahren kommen genetische Gründe in Frage.

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Antibiotika bei infizierten Wunden

Die einmal tägliche Infusion von 1g Ertapenem zur Therapie infizierter Wunden bei diabetischem Fußsyndrom ist der dreimal täglichen Infusion von Piperacillin/Tazobactam ebenbürtig.

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Telemedizin verbessert Versorgung

Telemedizin kann die Versorgung von Diabetiker verbessern und senkt in dieser Gruppe HbA1c, Blutdruck und LDL-Cholesterin bei einem Follow-up von einem Jahr.

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Diabetes mellitus: Steroide verbessern bei Autoimmun-Pankreatitis den Glukose-Stoffwechsel


Steroide senken bei Patienten mit Autoimmun-Pankreatitis die Diabetes-Inzidenz und verbessern in der Regel die Stoffwechsellage. Da es aber vereinzelt insbesondere bei älteren Patienten auch zu einer Verschlechterung kommt, empfehlen die Autoren eine engmaschige Stoffwechselkontrolle.

Im Jahr 2002 hat die Japanische Pankreas Gesellschaft erstmals Kriterien zur Diagnose der Autoimmun-Pankreatitis aufgestellt. Eine aktuelle japanische Studie liefert jetzt umfangreiche Daten zur Epidemiologie und Therapie der Autoimmun-Pankreatitis.

I. Nishimori et al. haben im Jahr 2002 an fast 3000 japanische Krankenhaus-Abteilungen einen Fragebogen verschickt und nach der Zahl der Patienten mit Autoimmun-Pankreatitis im Verhältnis zur Gesamtzahl der Patienten gefragt. Ein zweiter Fragebogen enthielt weitergehende Fragen zu den Patienten mit Autoimmun-Pankreatitis, zu deren Therapie sowie Diabetes-Manifestation und Verlauf.    

Hochrechnungen ergaben eine Gesamtzahl von geschätzt 900 Personen mit Autoimmun-Pankreatitis in der japanischen Bevölkerung. Das entsprach einer Prävalenz von 0,71 Patienten pro 100.000 Einwohnern. Zwei Drittel der Patienten mit Autoimmun-Pankreatitis hatten auch einen Diabetes. Patienten mit Autoimmun-Pankreatitis und Diabetes (n=93) entwickelten zu 52% den Diabetes zeitgleich mit der Pankreatitis, bei 33% bestand der Diabetes bereits vor der Pankreatitis. Unter einer Steroid-Therapie besserte sich die Stoffwechsellage bei 55% (zeitgleiche Manifestation von Pankreatitis und Diabetes) bzw. 36% der Patienten (Diabetes-Manifestation vor Pankreatitis). Andererseits hatten weniger als 20% der Patienten im Verlauf der Steroid-Therapie erstmals erhöhte Blutglukosewerte. Mit zunehmendem Alter stieg das Diabetes-Risiko an. 

Pankreas 2006; 32:244-248

 

 
RIO-Diabetes: Rimonabant senkt Körpergewicht und HbA1c bei Diabetikern

Rimonabant reduziert bei übergewichtigen bzw. adipösen Diabetikern Körpergewicht und HbA1c-Wert. Der blutzuckersenkende Effekt von Rimonabant ist vergleichbar dem bekannter oraler Antidiabetika, gilt sowohl für die Kombination mit Metformin als auch mit Sulfonylharnstoff und ist nicht allein durch die Gewichtsabnahme zu erklären.

Rimonabant, der erste selektive Cannaboid 1-Rezeptor-Blocker, verringert bei Nicht-Diabetikern mit Übergewicht bzw. Adipositas das Körpergewicht und verbessert eine Reihe kardiovaskulärer Risikofaktoren. In der Rimonabant in Obesity-Diabetes (RIO-Diabetes) Studie wurde erstmals der Effekt von Rimonabant auf die Stoffwechsellage von Diabetikern mit Übergewicht bzw. Adipositas untersucht.

In der randomisierten, doppelblinden Multicenter-Studie erhielten 1045 Diabetiker (Body-Mass-Index 27 bis 40 kg/m²) mit einem HbA1c-Wert zwischen 6,5% und 10,0% (durchschnittlich 7,3%) unter Metformin- bzw. Sulfonylharnstoff-Monotherapie zusätzlich zur empfohlenen Optimierung ihres Lebensstils entweder zwölf Monate lang Plazebo (n=348), 5 mg (n=358) oder 20 mg Rimonabant täglich (n=339). Primärer Endpunkt war die Änderung des Körpergewichtes im Studienverlauf. Die Auswertung erfolgte im Rahmen einer Intention-to-treat-Analyse.

Die Studie beendeten insgesamt 692 Personen (66,2%), wobei die Zahl der Studienabbrecher in den drei Gruppen in etwa gleich hoch war (117 vs. 126 vs. 110). Das Körpergewicht sank signifikant sowohl unter 5 mg (-2,3 kg; p=0,01) als auch unter 20 mg Rimonabant (-5,3 kg; p<0,0001) im Vergleich zu Plazebo (-1,4 kg). Der durchschnittliche HbA1c-Wert stieg in der Plazebo-Gruppe um 0,1 Prozentpunkte, während er in der 5 mg Rimonabant-Gruppe signifikant um 0,1 (p=0,03) und in der 20 mg Rimonabant-Gruppe sogar um 0,6 Prozentpunkte sank (p<0,0001). Unter 20 mg Rimonabant konnte im Vergleich zu Plazebo häufiger die antidiabetische Medikation reduziert werden. Dabei war der blutzuckersenkende Effekt von Rimonabant unabhängig davon, ob mit Metformin oder Sulfonylharnstoff kombiniert wurde, und etwa doppelt so groß als allein in Folge der Gewichtsabnahme zu erwarten gewesen wäre. Aufgrund von Nebenwirkungen brachen im Vergleich zu Plazebo signifikant mehr Personen unter 20 mg Rimonabant die Studie ab, wobei als Gründe am häufigsten Depression (n=11; 3%), Schwindel (n=3; 0,9%) und Übelkeit (n=5; 1,5%) genannt wurden.

Lancet 2006

 
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