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Sonntag, 20. Mai 2012
 
 
Telemedizin verbessert Versorgung

Telemedizin kann die Versorgung von Diabetiker verbessern und senkt in dieser Gruppe HbA1c, Blutdruck und LDL-Cholesterin bei einem Follow-up von einem Jahr.

Telemedizin eröffnet Möglichkeiten, die Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen insbesondere dort zu verbessern, wo der Zugang zur konventionellen medizinischen Versorgung erschwert ist. In einer aktuellen Studie wurde bei Diabetikern eine konventionelle Versorgung verglichen mit einer telemedizinisch unterstützten Versorgung.

In der Studie von S. Shea et al. erhielten 1665 Diabetiker (Alter >= 55 Jahre) in medizinisch unterversorgten Regionen des Bundesstaates New York randomisiert entweder eine telemedizinisch unterstützte (Interventionsgruppe) oder eine konventionelle Versorgung (Kontrollgruppe) Primäre Endpunkte waren Änderungen der HbA1c-, Blutdruck- und LDL-Cholesterin-Werte. In der Interventionsgruppe (n=844) verbesserte sich der HbA1c-Wert innerhalb eines Jahres von 7,35% auf 6,97%, in der Subgruppe der Patienten mit einem HbA1c >= 7,0% (n=353) sogar von 8,35% auf 7,42%. Bei den Patienten mit konventioneller Versorgung (n=821) sank der HbA1c lediglich von 7,42% auf 7,17%. Für die primären Endpunkte zeigte sich nach Ermittlung der Differenz aus den Werten zu Studienbeginn und –ende (adjusted net reduction) ein Vorteil zugunsten der Interventionsgruppe: HbA1c (0,18; p=0,006); systolischer (3,4 mm Hg; p=0,001) und diastolischer Blutdruck (1,9 mm Hg; p<0,001); LDL-Cholesterin (9,5 mg/dL; p<0,001). Der durchschnittliche LDL-Cholesterin-Spiegel in der Interventionsgruppe betrug 95,7 mg/dL. Der positive Effekt durch die telemedizinische Unterstützung war unabhängig davon, ob die Personen aus New York City und aus dem Bundesstaat New York stammten.

J Am Med Inform Assoc 2006; 13: 40-51

 
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