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Rimonabant reduziert bei übergewichtigen bzw. adipösen Diabetikern Körpergewicht und HbA1c-Wert. Der blutzuckersenkende Effekt von Rimonabant ist vergleichbar dem bekannter oraler Antidiabetika, gilt sowohl für die Kombination mit Metformin als auch mit Sulfonylharnstoff und ist nicht allein durch die Gewichtsabnahme zu erklären. Rimonabant, der erste selektive Cannaboid 1-Rezeptor-Blocker, verringert bei Nicht-Diabetikern mit Übergewicht bzw. Adipositas das Körpergewicht und verbessert eine Reihe kardiovaskulärer Risikofaktoren. In der Rimonabant in Obesity-Diabetes (RIO-Diabetes) Studie wurde erstmals der Effekt von Rimonabant auf die Stoffwechsellage von Diabetikern mit Übergewicht bzw. Adipositas untersucht. In der randomisierten, doppelblinden Multicenter-Studie erhielten 1045 Diabetiker (Body-Mass-Index 27 bis 40 kg/m²) mit einem HbA1c-Wert zwischen 6,5% und 10,0% (durchschnittlich 7,3%) unter Metformin- bzw. Sulfonylharnstoff-Monotherapie zusätzlich zur empfohlenen Optimierung ihres Lebensstils entweder zwölf Monate lang Plazebo (n=348), 5 mg (n=358) oder 20 mg Rimonabant täglich (n=339). Primärer Endpunkt war die Änderung des Körpergewichtes im Studienverlauf. Die Auswertung erfolgte im Rahmen einer Intention-to-treat-Analyse. Die Studie beendeten insgesamt 692 Personen (66,2%), wobei die Zahl der Studienabbrecher in den drei Gruppen in etwa gleich hoch war (117 vs. 126 vs. 110). Das Körpergewicht sank signifikant sowohl unter 5 mg (-2,3 kg; p=0,01) als auch unter 20 mg Rimonabant (-5,3 kg; p<0,0001) im Vergleich zu Plazebo (-1,4 kg). Der durchschnittliche HbA1c-Wert stieg in der Plazebo-Gruppe um 0,1 Prozentpunkte, während er in der 5 mg Rimonabant-Gruppe signifikant um 0,1 (p=0,03) und in der 20 mg Rimonabant-Gruppe sogar um 0,6 Prozentpunkte sank (p<0,0001). Unter 20 mg Rimonabant konnte im Vergleich zu Plazebo häufiger die antidiabetische Medikation reduziert werden. Dabei war der blutzuckersenkende Effekt von Rimonabant unabhängig davon, ob mit Metformin oder Sulfonylharnstoff kombiniert wurde, und etwa doppelt so groß als allein in Folge der Gewichtsabnahme zu erwarten gewesen wäre. Aufgrund von Nebenwirkungen brachen im Vergleich zu Plazebo signifikant mehr Personen unter 20 mg Rimonabant die Studie ab, wobei als Gründe am häufigsten Depression (n=11; 3%), Schwindel (n=3; 0,9%) und Übelkeit (n=5; 1,5%) genannt wurden. Lancet 2006
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